blenheim

Ja, wir sind ein bisschen in Verzug mit unserem Reisebericht, aber das hat auch alles Gruende. Ausserdem sind wir jetzt Steuerzahler. Haben also keine Zeit mehr....aber der Reihe nach:

Nach Napier sind wir geradewegs nach Wellington gereist, um dort am Abend noch lecker beim Inder zu essen und uns das eine oder andere Bier im "Molly Malones" zu goennen. Viel Zeit hatten wir in der Kulturhauptstadt leider nicht, denn Johanna draengte es nach 5 Monaten Nordinsel, endlich auf die Suedinsel ueberzusetzen. Aber immerhin: Drei Tage waren es dann doch noch, in denen wir uns in Wellington die Zeit vertrieben haben. Wir haben uns mit ein paar alten, haesslichen, stillosen und frigiden Secondhand-Ladenbesitzerinnen angelegt, die uns Sachen nicht billig verkaufen wollte. Haben uns einen schoenen Abend im "MightyMighty" beim deutschen Chanson-Abend unter der Aufsicht Erich Honeckers gemacht.

 

                        

 

Da wir uns die Hostelmiete sparen wollten, haben wir uns unten am Hafen einfach auf einen Parkplatz gestellt, wo es auch oeffentliche Duschen gab. Gewohnt wie jeden Morgen - der Himmel war blau, der Strand voller Kindergartenkinder - stellten wir uns wieder, mit der Pracht unserer jungen, energiestrotzenden Koerper unter die Dusche. Prompt wurden wir gebeten, uns doch hier nicht oeffentlich nackt zu duschen, die Kinder wuerden schon gucken, das ginge so nicht....

Ja, aber sobald die dann 18 sind fahren, die nach Coromandel und filmen andere beim Nacktbaden...weil sie Mami und Papi nicht naggig sehn duerfen. Das is IIICKS! Die hamm doch den Knall nicht gehoert....Da fragt man sich doch, wie die Neuseelaender duschen. Angezogen?

 

Nach der dreistuendige Ueberfahrt kamen wir in Picton an und wurden von einem Schild gewarnt: Wer hier eine Biene einfuehrt, muss 200 000 $ zahlen und wandert 5 Jahre ins Gefaengnis. Joa, haben wir uns gedacht, da bleiben wir wenigstens laenger in Neuseeland!

Weiter ging es noch an diesem Tag nach Blenheim, wo wir schon am naechsten Tag auf einem Vinyard angefangen haben. Diesmal waren es keine Polnischen Verhaeltnisse...lassen wir es Russische gewesen sein. :-)

Gerade faengt die Ernte an. Und Hochsaison bedeutet: 10 Stunden Arbeit pro Tag. Wir muessen die Weintrauben abschneiden und in Eimer tun. Einfach, aber es geht aufs Kreuz und in die Knie. Wir haben 3 Schnittwunden in 2 Tagen und zwei verbrannte Nacken zu verzeichnen. Johanna streikt nach 9 Stunden, Falko dann aber auch nach 10. Wir wollen noch zwei Wochen durchziehen und uns dann wieder mit weiterreisen belohnen.


 

10.3.07 03:45

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